Peru: Förderung der Kindesentwicklung

Gruppenfoto der Begünstigten in Peru.

Programm zur Förderung der ganzheitlichen Entwicklung

Das LAZ unterstützt seit November 2011 vier Projekte in Peru, die Teil eines Programmes zur Förderung von Kindern sind, deren Familien in Armut leben. Die Projekte werden von verschiedenen Partnerorganisationen des LAZ durchgeführt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Von den Projekten profitieren insgesamt rund 1.350 Kinder und mehr als 2.100 Erwachsene. Die Begünstigten sind BewohnerInnen von vier Elendsvierteln der peruanischen Großstädte Lima, Arequipa und Ica, die in Armut oder extremer Armut leben. Etwa 80 Prozent der Menschen in diesen Gegenden haben nur Gelegenheitsjobs und verfügen über kein ausreichendes Einkommen, um ihre Familien zu versorgen. Kinder mit gesundheitlichen Problemen werden in vielen Fällen nicht angemessen behandelt und versorgt. Auch haben Eltern meist keinen Zugang zu Einrichtungen, in denen ihre Kinder tagsüber angemessen betreut werden. Etwa 35 Prozent der Mütter sind alleinerziehend.

In Santa María Alta (Lima) und El Salvador (Ica) wurde jeweils ein Gemeindezentrum als Kinderbetreuungsstätte und Versammlungsort errichtet und in Villa Cerillos (Arequipa) ein Begrenzungszaun um das bestehende Schulzentrum zur Gewährleistung eines sicheren Schulalltags gezogen. In Barranco (Lima) ist ein Rehabilitationszentrum für Kinder mit angeborenen Fehlbildungen geplant.

Drei der vier beantragten Projekte konnten im Jahr 2013 erfolgreich beendet werden. In 2014 wurde eine externe Evaluierung des Programms durchgeführt. Das vierte Projekt verzögerte sich mehrfach aufgrund verschiedener unvorhersehbarer Faktoren.

Die einzelnen Projekte haben Schulungen und Kampagnen zu folgenden Themen angeboten: Kampagnen u.a. zu gesundheitlicher Untersuchung, Aufklärung der Eltern über ausgewogene Ernährung, Gesundheit und motorische, intellektuelle sowie emotionale Entwicklung der Kinder, Verteilung von Plakaten, Flyern und Infomaterial zur Aufklärung an unterschiedliche Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie an Familien; Schulungen zu Elternverantwortung, Ökonomie und Familie, Kindesentwicklung, ausgewogene Ernährung, Hygiene, Gesundheit Werte, Selbstbewusstsein, Führung, Teamarbeit, Versöhnung zwischen Eltern und Kindern, Würde, Gewalt in der Familie, usw. In der Regel waren die Schulungen dabei offen, so dass jeder Bewohner des Viertel daran teilnehmen konnte.