Brasilien: Regionale Entwicklung und Erhalt der Biodiversität

Imker für Anfänger - Im Cepa sind Bienenhäuser für Kursteilnehmer aufgebaut.

Schutz des Regenwaldes im Amazonasgebiet

Die Zeiten als im brasilianischen Regenwald nur Indigene lebten, sind vorbei. Die Region zählt mittlerweile rund 24 Mio. Einwohner. Die meisten verteilen sich auf die Großstädte Manaus, Belém und Santarém. Nur rund 6,5 Mio. Menschen leben in ländlichen Regionen; die meisten von ihnen betreiben Subsitenzwirtschaft.RESEX-Projektgebiet

Das Naturschutzgebiet Resex Tapajós-Arapiuns besteht seit 1998 und wird seitdem von lokalen Organisationen und Verbänden betreut. Es wurde damals als erstes Naturschutzgebiet im Süden Brasiliens liegenden Bundesstaat Pará gegründet mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern. Auch das Leben im Amazonas ist sehr mit dem Wasser verbunden, da die Flüsse die Hauptverkehrsadern sind. Die Region ist nur schwer zugänglich, wodurch die Grundversorgung in verschiedenen Bereichen nicht gewährleistet werden kann.

Das Projekt „Aktiver Wald – eine beispielhafte Initiative zur Erhaltung der Biodiversität und zum Schutz des Regenwaldes in Brasilien“ soll die Kultur der dortigen Bevölkerung schützen und die umweltverträgliche Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherstellen. Während einer Laufzeit von vier Jahren (01.01.2013 bis 31.12.2016) werden Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel umgesetzt und insgesamt 4.500 Familien erreicht.

Die gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, das Projeto Saúde e Alegria (Projekt „Health and Happiness“) ist langjähriger Projektpartner des LAZ. Seit der Gründung im Jahre 1985 setzen sie sich für eine verbesserte medizinische Grundversorgung, die bereitstellung von Trinkwasser und Abwasseraufbereitung, ländliche Produktion und Umweltschutz ein. Außerdem sind Ausbildung, Kunst und Kultur sowie der Aufbau moderner Kommunikationsstrukturen ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.

Nachhaltige Projektaktivitäten:

Eine Zukunftswerkstatt wird aufgebaut, wo die Anwohner in Workshops Merkmale und Produktionsabläufe einer umweltverträglichen Landwirtschaft lernen können. Es gibt Modelle für die Anlage von Regenwasserspeichern. Dadurch wird die Erosion vermieden und die Bewässerung von Setzlingen umweltfreundlich gestaltet. Neun Baumschulen werden revitalisiert, damit die Setzlinge zur Wiederauffortung der Region beitragen. Die Anwohner werden zur nachhaltigen Waldwirtschaft angehalten. Es gibt Schulungen zur Nutzung von Obstbäumen sowie zusätzlichen einkommensschaffenden Maßnahmen wie zum Beispiel Bienenzucht und Gemüsegärten. Begleitet werden alle Aktivitäten durch Experten, die ihre Erfahrungen an die Anwohner und Behörden weitergeben und so den Erfahrungsaustausch untereinander fördern.

Kurzfilm aus dem Projektgebiet: