Ping und seine Klimaabenteuer

2. Ping_Theater_ rechts bildungsreferentin Paola Bustillos mit bolivianischer Tracht

Ping-Theater,  rechts: Bildungsreferentin Paola Bustillos mit bolivianischer Tracht; © LAZ

 

Im Schuljahr 2016/17 hat das Lateinamerika-Zentrum wieder erfolgreich ein Bildungsprojekt zum Thema Klimawandel an Grundschulen in Köln, Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis durchgeführt, welches in diesem Schuljahr fortgesetzt wird.

Das Bildungsprojekt „´Expedición Sur´: Ping auf den Spuren des Klimawandels in Lateinamerika“ beabsichtigt im Rahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, mehr Bewusstsein für die immer dringlicher werdenden Herausforderungen des globalen Klimawandels zu schaffen. Dabei soll aufgezeigt werden, wie unsere Verhaltensweisen im globalen Norden im direkten Zusammenhang mit den Lebensbedingungen der Menschen in Lateinamerika stehen.

Wir können mit Stolz sagen, dass die durchgeführten Projekttage im letzten Schuljahr ein großer Erfolg waren und wir am Ende des Grundschuljahres mit voller Zufriedenheit auf diese Projektphase zurückblicken – und das nicht nur aufgrund der äußerst positiven Resonanz von LehrerInnen und SchülerInnen! Wir, das sind Maritza Cordero aus Costa Rica, Ana Lucía Montes aus Argentinien, Anaís Inostroza und Maria Elena Tatter aus Chile, Nataly Cano aus Kolumbien, Gabriela Bojalil aus Mexiko, Paola Bustillos aus Bolivien (Ping-Bildungsreferentinnen/ Migrantinnen aus Lateinamerika) sowie Stefanie Hahl (Projektleiterin) und die Praktikantinnen Wiebke Mehler, Maren Rathgeber, Julia Henze und Kim Schumann.

Die Projekttage beinhalteten viele interessante Informationen für die SchülerInnen, die sie zum Nachdenken animierten. Ihre Empathie gegenüber anderen Menschen, die in ihren Lebensbedingungen weitaus mehr von den Folgen des Klimawandels bedroht sind, wurde geweckt. Die Kinder haben uns gezeigt, dass sie viel lernen und wissen wollen.

Mit Begeisterung haben die Kinder die Bildungsreferentinnen aus Lateinamerika kennengelernt. So konnten sie einen  authentischen Einblick in die Kultur verschiedener lateinamerikanischer Länder und die Auswirkungen des Klimawandels in Lateinamerika kennenlernen. Auch das Ping-Buch, das Pinguin Basteln und das Malen der Umweltplakate hat den Kindern sehr gut gefallen. Die Kinder durften am Ende jeden Projekttages selbst evaluieren.

Um mit unserem Ziel immer besser und sicherer vorgehen zu können, haben wir uns nach jedem Projekttag zusammengesetzt und an unserer Durchführung gefeilt. Unsere Mühe blieb nicht unbelohnt: Das aufgeweckte Interesse der Kinder während der Projekttage und ihre niedlichen Dankesbekundungen nach dem abschließenden, gemeinsamen Stuhlkreis bedeuten uns jede Wertschätzung. Somit waren die Projekttage nicht nur eine Bereicherung für die verschiedenen Schulklassen, sondern auch für uns!

Kommentare der Bildungsreferentinnen:

Wiebke: „Die Projekttage an Grundschulen haben mir immer sehr viel Spaß bereitet, da die Kinder sehr wissbegierig und aufmerksam waren. Mir liegt es am Herzen Kinder für umweltfreundliches Denken und Handeln zu begeistern, da dies für unsere Zukunft wichtig ist.“

Nataly aus Kolumbien: “Mi experiencia con Ping fue excelente!, el contacto con los niños fue genial, ver como se interesaban por conocer y siempre hacían preguntas muy interesantes. Para mí es muy enriquecedor, dar a conocer mi país, que los participantes entiendan la diversidad cultural y  natural, y al mismo tiempo los efectos del cambio climático al otro lado del mundo. Gracias ping!”

Paola aus Bolivien: “Das Ping Projekt hat mir gefallen, da ich die Möglichkeit hatte über mein Land zu sprechen: Bolivien, die Kultur, die Mentalität und über die indigene Bevölkerung, die eine ganz andere Weltanschauung hat, was die Beziehung zwischen Mensch und Natur angeht. Es war schön den Kindern nicht nur mein Land vorzustellen, sondern auch die Konsequenzen des Klimawandels zu erklären, damit sie wissen, dass es sich nicht um eine ferne Zukunft handelt, sondern um eine akute Realität in weniger entwickelten Ländern. Ich hoffe, dass sie so ihr alltägliches Verhalten reflektieren und mit kleinen, aber relevanten Dingen aktiv Klimaschutz betreiben. Ich habe vom Ping Projekt gelernt, dass die Sprache keine Barriere ist, sondern eine Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern und den Kindern von klein auf zu vermitteln, dass Deutschland Teil eines Kontinents und einer viel größeren Welt ist, was ihre Sicht, Toleranz und den Respekt zwischen den Kulturen fördert.“

Dieses Schuljahr 2017/18 geht es weiter. Wir freuen uns über viele Anfragen von Grundschulen! Zielgruppe des Projekts sind GrundschülerInnen der 3. und 4. Klasse.

Kontakt:

Lateinamerika-Zentrum e.V.

Dr. Werner-Schuster-Haus

Kaiserstraße 201

53113 Bonn

www.lateinamerikazentrum.de

Ansprechpartnerin für das Projekt:

Stefanie Hahl

Tel. + 49 (0) 228 2 42 56 85

E-Mail: shahl@lateinamerikazentrum.de

 

3. Bildungsreferentinnen mit Mapuche-Kopfschmuck und erhaltenen Blumen als DankesschönPing-Bildungsreferentinnen mit Mapuche-Kopfschmuck und erhaltenen Blumen als Dankesschön nach erfolgreichem Projekttag

v.l.n.r.: Anaís Inostroza (Chile), Nataly Cano (Kolumbien), Julia Henze (Praktikantin), Wiebke Mehler (ehem. Praktikantin und Ping-Bildungsreferentin), Stefanie Hahl (Projektleiterin); © LAZ