Ping macht weiter

Ping reist auch in diesem Schuljahr mit den Schüler*innen nach Latinamerika

 

Die entwicklungspolitische Bildung ist ein zunehmend wachsender Bereich der Projektarbeit des Lateinamerika-Zentrum e.V. (LAZ). Dies haben wir nicht zuletzt unserem sehr erfolgreichen Bildungsprojekt rund um den kleinen Pinguin und Klimaexperten Ping zu verdanken. Wir blicken auf einen zweiten sehr erfolgreichen Projektzeitraum zurück und freuen uns auf eine Fortsetzung.

Im Rahmen des Projektes „Pings Klima-Abenteuer in Lateinamerika und in Deutschland“ besuchte das LAZ gemeinsam mit den dafür geschulten Bildungsreferent*innen aus Lateinamerika insgesamt 9 Schulen, wobei Ping 300 Schüler*innen mit auf die Reise in verschiedene Länder Lateinamerikas nehmen konnte, um ihnen dort verschiedene Aspekte des Klimawandels näher zu bringen und sie so für ein klimabewussteres Handeln zu sensibilisieren. Bereits im Rahmen vergangener Bildungsprojekte haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Kinder in jungem Alter sehr wissbegierig sind und ihnen die ersten Grundkenntnisse über den Klimawandel, dessen globale Zusammenhänge und Folgen für den Menschen spielerisch und anschaulich sehr gut vermittelt werden können. Zudem erkennen sie Ungerechtigkeiten der Klimafolgen und interessieren sich für die Ursachen.

Die zentrale Zielgruppe des Projektes waren demnach Kinder im Alter von 8 – 10 Jahren (3. & 4. Klassen), doch die multiplikatorische Wirkung ging weit darüber hinaus. So kam es z. B. nicht selten vor, dass auf einen Projekttag in einer Grundschule weitere Anfragen folgten, da nicht nur die Kinder selbst, sondern v. a. auch die Lehrkräfte von dem Konzept und der Umsetzung begeistert waren. Besonders die Einbindung lateinamerikanischer Bildungsreferent*innen ist ein Aspekt, der das Projekt von anderen abhebt, denn sie sind es, die den Kindern einen authentischen Einblick in das Leben und die Kulturen Lateinamerikas bieten. Schnell lassen sich die Kinder mitreißen und sind durch den persönlichen Bezug, der durch die Bildungsreferent*innen geschaffen wird, sehr wissbegierig und interessiert bei der Sache. Während der Projekttage geschieht es immer schnell, dass die Schüler*innen Zusammenhänge und Missstände erkennen und Ideen für konkrete Handlungsoptionen entwickeln. Begleitet von unserem Projektmaskottchen Ping und den Bildungs-referent*innen wird dieser Enthusiasmus gefördert und gemeinsam werden strukturierte und nachhaltige Konzepte zum Klimawandel, den sozialen und ökologischen Konsequenzen, sowie zum Handlungsbedarf kindgerecht und anschaulich erarbeitet und verinnerlicht.

Auch die Bildungsreferent*innen profitierten sehr von dem Projekt. Der kontinuierliche Austausch und die konstruktive Evaluierung eines jeden Projekttages ermöglicht auch für sie einen nachhaltigen Lernprozess. Sowohl sie selbst als auch das LAZ bringen ihre eigenen Erfahrungen und Reflexionen mit ein, wodurch das Konzept stets produktiv und zukunftsorientiert weiterentwickelt wurde. Außerdem konnten die Bildungsreferent*innen sich untereinander vernetzen und weitere lateinamerikanische Migrantinnen aus ihrem Umfeld für das Projekt begeistern.

 

Folgeprojekt ist genehmigt

Durch diese positive Entwicklung blicken wir nicht nur voller Stolz auf ein sehr erfolgreiches Bildungsprojekt im Schuljahr 2017/2018 zurück, sondern sind auch überzeugt davon, dass Ping nicht „lebe wohl“ sagt, sondern „bis bald“. Hierzu hat die Projektleiterin, Stefanie Hahl, bereits ein Folgeprojekt entworfen: „Ping der kleine Klimaexperte – unterwegs in Lateinamerika und in Deutschland“, welches in dieser Woche vom Fördermittelgeber Engagement Global genehmigt wurde.

Gemeinsam wurde mit dem LAZ-Team und den Bildungsreferent*innen, sowie unter Einbezug des konstruktiven Feedbacks der Lehrpersonen ein Konzept zur Weiterführung und Ausweitung des Projektes entwickelt. So wollen wir demnächst mit noch mehr Bildungsreferent*innen zusammen arbeiten, um den Kindern einen noch vielfältigeren und authentischeren Einblick in die Länder Lateinamerikas  und   das   Leben   vor   Ort   zu ermöglichen. Durch den erweiterten Kreis der Bildungsreferent*innen können wir außerdem neue Länderkapitel in das eigens für das Projekt entwickelte Lehrbuch aufnehmen und den regionalen Radius für teilnehmende Schulen auf ganz NRW und später vielleicht sogar auf andere Bundesländer ausweiten. Außerdem gibt es konkrete Pläne Pings Abenteuer auch in Schulen Lateinamerikas zu vermitteln. Es bestehen bereits einige Schulpartnerschaften mit Schulen aus den Heimatländern unserer Bildungsreferent*innen und auch erste Pilot-Projekttage wurden in Peru und Mexiko bereits durchgeführt. Basierend auf den hier gemachten Erfahrungen erarbeiteten wir nun ein Projektkonzept das den interkulturellen Austausch von Wissen und Lernerfahrungen in Deutschland und Lateinamerika nachhaltig fördert und weiterhin Schüler*innen für mehr Klimabewusstsein sensibilisiert.

 Wir freuen uns auf weitere spannende Projekttage!

Euer LAZ-Team