Ecuador: Hilfe beim Wiederaufbau nach Erdbeben

 
Auch das LAZ nahm die Nachricht vom verheerenden Erdbeben in Ecuador Mitte April mit großer Bestürzung zur Kenntnis. Wie uns verschiedene Partner von vor Ort berichteten, steht nach der ersten unmittelbaren Nothilfe nun ein weiterer großer Kraftakt an: die Behandlung der Verletzten, der Wiederaufbau zerstörter Häuser und die Schaffung notwendiger Infrastrukturen wird Monate in Anspruch nehmen. In dieser Situation möchte auch das LAZ einen kleinen Beitrag leisten – und Sie können dabei helfen!

Angesichts der Notlage in Ecuador hat das LAZ Kontakt mit unterschiedlichen Partnern im Land aufgenommen. Zu den am stärksten vom Erdbeben betroffenen Regionen gehört die Provinz Manabí. Eine Möglichkeit, die zahlreichen eingestürzten Wohnungen und Häuser wieder aufzubauen, ist die Konstruktion von Häusern aus Bambus.

Wie uns Tilo Korneck von der in Ecuador staatlich anerkannten Nichtregierungsorganisation Fundación Latitud Sur, berichtet, sind diese nach traditioneller Weise gebauten Häuser aus ortsüblichen Materialen für das feucht-heiße Klima der ecuadorianischen Küste sehr gut geeignet. Außerdem sind sie stabiler: in Ecuador wurde im April ein weiteres Mal sichtbar, dass die aus flexiblem Bambusholz gebauten Häuser einem starken Erdbeben deutlich besser standhalten als meist rasch hochgezogene Betonbauten.

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Besuch in der Fabrikationshalle von Hogar de Cristo in Guayaquil.          © Alle Fotos von Tilo Korneck/Latitud Sur, Ecuador

Gemeinsam mit unserem Partner Fundación Latitud Sur möchte das LAZ in der aktuellen Situation den Bau von Bambushäusern in den umliegenden Dörfern des Küstenortes Jama in der Provinz Manabí mit unterstützen. Dadurch können schnell und kostengünstig sichere Häuser gebaut werden, die – entsprechend behandelt – über 30 Jahre halten und ökologisch nachhaltig sind. Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise ist, dass die Baumaterialien nicht von weither importiert werden müssen; Bambus wächst vor Ort und die Bevölkerung kennt sich mit dem Umgang gut aus.

Kooperationspartner dieser Initiative ist der Jesuitenorden Hogar de Cristo, der bereits seit vielen Jahren erfolgreich Bambushäuser in der Stadt Guayaquil errichtet. Ausgewählte Familien bauen diese mit dem Know-How von Hogar de Cristo in Gemeinschaftsarbeit mit in- und ausländischen Freiwilligen auf. Tilo Korneck und Julia Frischeisen-Köhler von Latitud Sur begleiten diese Initiative am Standort in Manabí. Um den Wiederaufbau in Ecuador weiter voran zu bringen, benötigt diese Initiative aktuell noch weitere Mittel.

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